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Begegnung mit Leopoldo Innocenti

Datum:

12/10/2017


Begegnung mit Leopoldo Innocenti

19.00 Uhr

Ort: ENIT, Barckhausstraße 10, 60325 Frankfurt

Vorstellung des Buches "Auf Wiedersehen Italia - in fuga verso il futuro" (Armando Ed., 2014)

Grußwort: Maurizio Canfora, Italienischer Generalkonsul in Frankfurt

Das Buch ist eine Sammlung von Interviews, die der Autor mit einigen jungen Italienern geführt hat, die sich entschlossen haben, nach Deutschland auszuwandern, um ihre Träume verwirklichen zu können. Diese brillante Berichterstattung erlaubt es dem Leser, einige der bedeutendsten Aspekte unserer Zeit zu erfassen. Der Autor beschreibt die Schicksale der Auswanderer und zugleich die Realität beider Länder, um diese besser zu verstehen. Und durch diese Beschreibungen können wir uns auch selber besser verstehen

Leopoldo Innocenti ist seit mehr als 35 Jahren als Journalist tätig. Seit 2006 ist er pensioniert. Er hat für die italienische Zeitzung “Il Giorno” sowie ausländische Sender gearbeitet. Für die Rai hat er ab 1976 zahlreiche Dokumentarfilme realisiert und vor allem als Sonderberichterstatter für Giornale Radio Rai gearbeitet. Zu Beginn seiner Karriere befasste er sich den brisanten Themen des italienischen Alltags, vor allem mit den Arbeiter- und Studentenunruhen, der Immigration, der Ausgrenzung, den Problemen des Südens und dem Kampf gegen die Mafia. Danach wandte er sich, auch weil er Englisch, Deutsch und Französisch spricht, internationalen Themen zu.
1991 berichtete er im Radio aus Jerusalem über den ersten Golfkrieg. Er war Zeitzeuge der wichtigsten Ereignisse internationaler Politik, darunter jene auf dem Balkan, sowie die Revolte, die zu der Entmachtung des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic im Oktober 2000 führte. 2001 hat Innocenti als einer der ersten Journalisten mehrere Wochen aus Washington über die Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September berichtet.
Er war gemeinsam mit Kollegen wie Terzani und Cutuli mehr als einen Monat in Peshawar (Pakistan), um über die Ereignisse zu berichten, die zu dem Sturz des Talibanregimes geführt haben. In Afghanistan, wo er mehrfach war, hat er auch für TG2 gearbeitet. Von Kabul aus erlebte er die ersten freien Wahlen und übernachtete in Herat mit den italienischen Soldaten im Zelt, um über deren Unterstützung der einheimischen Bevölkerung zu berichten. Zwischen 2002 und 2005 reiste er öfters nach Kabul, wo er den Irak-Krieg erlebte sowie nach Bagdad vor und nach dem Sturz von Saddam. Von 2002 bis 2005 war er Zeuge des Krieges in Irak, mit langen Aufenthalten in Kuwait und Bagdad vor und nach dem Sturz von Saddam. Von der irakischen Hauptstadt aus reiste er nach Nassiriya, um die schwierigen und bitteren Momente nach dem Selbstmordanschlag (im November 2003) auf das Hauptquartier der italienischen Militärpolizei zu verfolgen.
Im Libanon löste er seinen Vertrag mit der RAI und verfolgte in Tyros und Beirut mehr als einen Monat lang die libanesische Krise und die Ankunft des italienischen Heeres im Süden des Landes. Er war der erste italienische Journalist, der für die Sendung “Zapping” (Radio Uno) in einem kleine Ort circa 1000 Kilometer von Lagos in Nigeria entfernt Safyia Hussaini interviewt hat, die nach muslimischem Recht zum Tode verurteilt worden war.
Im Oktober 2006 wurde ihm für seine Radioreportagen der Russo-Preis als bester Berichterstatter des Jahres verliehen.

 

Informationen

Datum: Do 12 Okt 2017

Öffnungszeiten: Um 19:00

Eintritt : frei


Ort:

ENIT, Barckhausstraße 10, Frankfurt

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