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Nobody's Room - Ausstellung und Performance von Silvia Giambrone

Datum:

19/05/2016


Nobody's Room - Ausstellung und Performance von Silvia Giambrone

Eröffnung: 19. Mai, 19.00 Uhr

Silvia Giambrone, geboren 1981 in Agrigent, lebt und arbeitet seit 2002 in Rom. In ihren Werken verbindet sie persönliche Elemente mit universellen Themen, die ihr künstlerisches Schaffen kennzeichnen: Vor allem der (menschliche) Körper, der ein ergiebiges Forschungsgebiet und gleichzeitig das Instrument ist, mit dem sie ihre Projekte entwickelt. So wie bei „La viola e un poco nervosamente” (2010), bei dem der Körper der Künstlerin seine gesellschaftliche Identität verlässt, um in die Rolle eines Musikinstruments zu schlüpfen, während die Performance „Eredità” (2008) eine Studie über Praktiken der Verführung ist.

Ein anderes Ausdrucksmittel, das Silvia Giambrone besonders liebt, ist die Schrift; die Sprache ist das Mittel, mit dem sie ihr „Autoritratto – Io nel settembre 2009 all’altezza di un universo senza risposte” (2010) entwirft, bei dem sich alles auf das Konzept des Weglassens konzentriert: Besonders alles Physische, indem sie den aus den Schriftzeichen des Alphabets bestehenden, übertragbaren Blättern alle jene Buchstaben entnimmt, aus denen der titelgebende Satz besteht.

In „Translation” (2009), einer Performance, in der die Beziehung zwischen Ausdruck und Realität erforscht wird, trifft das Wort direkt auf den Körper: Die Sprache, die wir sprechen, wird einem Gesetz, einem Kodex gleichgestellt, der alles definiert; aber die Hände einer Person, die simultan denselben Satz in verschiedenen Sprachen schreiben, bewirken, dass diese Idee der direkten Korrespondenz zwischen Wort und realem Objekt verloren geht. Die Leidenschaft für die Wörter ist auch in „No Enemy” (2008) präsent, einer Installation, bei der große und schwere Briefe aus mit Blei überzogenem Holz das gesamte Foyer im dritten Stock des MART in Rovereto einnehmen. Da die Worte „no” und „enemy” zusammengeschrieben sind, versteht der Betrachter den Sinn dieser Worte nicht auf Anhieb. Erneut entlarvt die Künstlerin die Zweideutigkeit der Ausdrucksweise und die daraus resultierenden Bedeutungen.

In Köln präsentiert Silvia Giambrone „Nobody’s room”, eine Ausstellung, die zugleich Performance ist. „Nobody’s room” ist ein rein vokales Konzert, das Strategien zum häuslichen Überlebenskampf inszeniert. Der Text der Performance ist eine Adaption von „Indicazioni stradali sparse per terra” des bosnischen Dichters und Dramaturgen Nedzard Maksumic, die ursprünglich Ratschläge zum Überleben im Krieg geben sollten. Die Künstlerin rezitiert ihren Monolog, indem sie ihn wie eine Beichte skandiert. Überlagernd bringen sich Davide Enia, Dalila Cozzolino und Andrea Di Palma ein, indem sie in „la stanza di nessuno” alle durcheinander sprechen und jeder sein eigenes Überlebenskonzept rezitiert: jeder auf seine Weise, mit seinem Rhythmus, seinen Maskeraden, seinen Obsessionen, seiner Naivität, seinen Ticks.

Silvia Giambrone arbeitet mit verschiedenen Kunstgalerien zusammen und hatte bereits zahlreichen Einzel- und Kollektivausstellungen in Italien, den USA, Polen, Litauen, Deutschland und Österreich. 2013 gewann sie den Main Prize der Biennale in Kaunas; 2014 den Preis Collectors for Celeste Prize auf der Messe ArtVerona, den Premio Francesco Fabbri und den Premio menzione BIM in Pieve di Soligo.

Ausstellungsdauer: 19.05. - 06.6.2016

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9-13 h und 14-17 h

In Zusammenarbeit mit creArte Studio, Oderzo.

www.silviagiambrone.com

Eintritt frei. Für die Eröffnung am 19. Mai bitten wir um unverbindliche Voranmeldung unter Tel. (0221) 9405610 oder eMail iiccolonia@esteri.it  

 

Informationen

Datum: Von Do 19 Mai 2016 bis Mo 6 Jun 2016

Eintritt : frei


Ort:

Italienisches Kulturinstitut Köln

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