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Unterirdisches Neapel: Ein faszinierender Rundgang durch den Untergrund Neapels

Datum:

06/04/2016


Unterirdisches Neapel: Ein faszinierender Rundgang durch den Untergrund Neapels

19.00 Uhr

Vortrag von Enzo Albertini. Ein geschichtsträchtiger Ort, an dem außergewöhnliche Hinterlassenschaften wiederentdeckt wurden. Die vor sehr langer Zeit entstandenen Werke großer ziviler Ingenieurskunst erlauben eine Reise durch eine gut 2400 Jahre alte Historie, von der griechischen Epoche bis in die Moderne, durch Schächte und Zisternen in 40 Metern Tiefe, bis hin zu den Aquädukten und dem griechisch-römischen Theater, zu den Zufluchtsorten vor den Luftangriffen während des 2. Weltkriegs, den unterirdischen Gärten (www.ortipogei.it) und der Erdbebenstation „Arianna”. Die ersten unterirdischen Grabungen reichen bis fast ans Ende der prähistorischen Epoche vor ca. 5.000 Jahren zurück. Im 3. Jahrhundert v.Chr. gewannen dann die Griechen aus den ersten unterirdischen Steinbrüchen Tuffstein-Blöcke, mit denen sie die Mauern und Tempel ihres Neapolis bauten, und legten an anderen Stellen eine Reihe unterirdischer Gräber an. Die einzigartige Entstehung des unterirdischen Systems beginnt in römischer Zeit: Die Römer versahen zu Zeiten von Augustus die Stadt mit verschiedenen Tunneln und vor allem einem komplexen Geflecht von Aquädukten, die von den Quellen des ca. 70 km vom Zentrum Neapels entfernten Serino über unterirdische Kanäle gespeist wurden. In augusteischer Zeit reichten weitere Kanäle des Aquädukts bis Miseno, um das Piscina mirabilis zu speisen, das Wasserreservoir der römischen Flotte. Die engen Schächte des Aquädukts, durch die gerade so ein Mensch passte, verzweigten sich in alle Richtungen, um die Brunnen und Wohnstätten zu versorgen, die in verschiedenen Bezirken der oberen Stadt lagen. Hin und wieder sieht man auf den Wänden noch Spuren des wasserfesten Putzes, der von den Baumeistern der Antike benutzt wurde, um die Stollen undurchlässig zu machen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts reichten das alte Aquädukt und die zahlreichen Regenbecken nicht mehr aus, um die Stadt, die sich wie ein Ölfleck ausbreitete, ausreichend mit Wasser zu versorgen. Der reiche neapolitanische Adlige Cesare Carmignano baute deshalb ein neues Aquädukt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte man die unterirdischen Grabungen für die Wasserversorgung ein und das Geflecht der Stollen und Zisternen, das mit mehr als 2.000.000 m² auf die ganze Stadt verteilt war, verfiel. In Zusammenarbeit mit Napoli Sotteranea.Eintritt frei. Wir bitten um unverbindliche Voranmeldung unter Tel. (0221) 9405610 oder eMail iiccolonia@esteri.it  

Informationen

Datum: Mi 6 Apr 2016

Eintritt : frei


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